Das schwierige an Norwegen ist, nicht ständig in Superlativen von der Natur zu sprechen. Eigentlich muss man in jedem Satz atemberaubend verwenden, aber auf die Dauer glaubt es einem keiner mehr, auch wenn es stimmt.

Die Lofoten allerdings sind wirklich noch einmal beeindruckernder als alles zuvor. Man fährt auf der E10 (welche in Deutschland auch für eine Landstraße schon zu eng wäre – und hier kommen einem gerne viele, große Busse entgegen) über verwegene Brückenkonstruktionen, welche die Inseln der Lofoten verbinden und staunt immer wieder, wie die schroffe Natur der Berge mit dem Meer in Harmonie zusammenpasst. Ach seufz, ich will wieder hin… 😉

Wie auch immer, heute ging es nach Fredvang, wo wir uns bereits im Vorfeld einen Campingplatz ausgesucht hatten. Dieser war von der E10 nicht ausgeschildert, aus Versehen hätten wir ihn also nicht gefunden.

 

Direkt am Meer hinter kleinen Dünen fand sich der riesige Campingplatz. Das Meer hat hier einen wirklich riesigen Sandstrand hervorgebracht, welcher allerdings bis auf uns völlig menschenleer war. Unfassbar aus der Perspektive eines Deutschen, der am Stand immer Ansturm erwartet. Und windig war es hier – da wir diesmal auf der Atlantikseite stehen, sind keine Berge mehr im Weg und der Wind kommt mit ordentlich Kraft angeblasen.

Über den Strand führte uns ein Wanderweg (also ein Trampelpfad mit einem Schild :)) hoch auf den danebenliegenden Berg quer durch Schafsweiden. Von oben eine wunderbare Aussicht auf das Meer, den Strand und auf Fredvang. Hier entstand dann auch mein persönliches Lieblingsfoto, welches nun schon sehr lange der Hintergrund auf meinem iPhone ist.

Als wir zurück kamen, war ich völlig fertig (waren schon ein paar Höhenmeter) und durchgefroren, da der Wind doch eine gewisse Kühle mit sich brachte. Eine heiße Nudelsuppe, elektrischer Ofen und Cappucino brachten dann die Wärme auf angenehme Weise zurück in den Körper. Junia nutzte die Gelegenheit, nach all den langen Tagen zuvor viel Schlaf nachzuholen und wir spielten im schön gewärmten WoMo noch die obligatorische Runde Carcassonne.

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Lofoten in Sicht

Nach spätem Aufstehen und einigen Spielen am Strand ging es heute mittels einiger Fähren (absolute Normalität - man steigt nicht...

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