Wie gestern schon erprobt wird das Frühstück im Wohnwagen eingenommen – gemütlich mit etwas angeheizter Luft und mit den Brötchen vom Kiosk.

Heute ist nun der einzige „volle Urlaubstag“ hier im Harz. Natürlich war gestern auch ein voller Tag, aber das Thema Wandern und Erkunden der Umgebung kam etwas zu kurz, dafür gab es viel Essen und Plausch. Also heute direkt runter zur Hammerschmiede in Zorge von dort gleich bergan am Elsbach auf der Jagd nach Geocaches und Stempelstellen der Wandernadel. Anfangs waren wir überrascht, wie nahe die beiden Stempelstellen 164 und 165 sind und wunderten uns noch, warum es so lange dauern soll, bis man diese erreicht.

Wer läuft denn da über den Weg?

Der Aufstieg ist fast geschafft – noch 100m zur Wendeleiche

Nun, da die beiden erkennbar weiter oben sind, geht es in einer sehr langen Schleife erstmal an beiden vorbei, um dann von hinten kommend zuerst bei der Wendeleiche anzukommen. Diese Eiche war früher mal ein Aussichtspunkt (man erkennt noch die Reste der damals angebrachten Treppe) und während der deutsche Teilung im Niemandsland. Ein faszinierende Ort und laut Beschilderung sieht man von hier den Brocken.

Postkartenfeeling

Dahin schauen wir natürlich

Die Reste der Treppe sind noch erkennbar

Verrückt – der Baum als Aussichtsturm

Da ist er – der erste „richtige“ Stempel der Harzer Wandernadel

Jetzt, wo wir schon am höchsten Punkt des Tages sind und uns die Geographie viel klarer ist, entscheiden wir, als nächsten Stempel den Roten Schuss einzusammeln. Nur relativ weniger Höhenmeter trennen uns (der Rote Schuss ist 505m hoch), aber als wir diesen erreichen, wird uns dann klar, dass der Stempel an der Schutzhütte ist – und die ist noch mal einige Höhenmeter tiefer. Als wir diese dann erreicht haben wird nochmal umgeplant und nicht wieder hoch zur Wendeleiche sondern unten durchs Tal zur Stiefmutter weitergelaufen (also einmal runter und kurz aber heftig wieder rauf) und auf dem Weg ein weiterer Sonderstempel (Zweiländereiche) an der ehemaligen Grenze eingesammelt.

Hier fuhren die Kolonnen an der Grenze

Mitten im Wald war Deutschland geteilt

Die DDR hat Spuren hinterlassen

Und eine Stempelstelle gibt es hier auch

Angekommen an der Stiefmutter müssen wir bestürzt feststellen, dass der Geocache nicht auffindbar ist und die Stempelstelle verwüstet. Sehr schade, dass auch hier solch ein Vandalismus zu finden ist.

Das ist tatsächlich wieder der Staufenberg

Vandalismus – leider sogar hier ein Thema

Danach aber geht es erstmal nur noch runter zum Auto im Tal, nur um nach einigen wenigen Metern Fahrt am Fuße des Pferdchens noch einmal anzuhalten, um auch hier einen kurzen aber heftigen Aufstieg zu der dortigen Stempelstelle zu schaffen. Belohnt werden wir (neben dem Stempel) mit einem tollen Blick auf Zorge.

Kurzer starker Anstieg

Und wieder ein Stempel

Zorge vom Pferdchen aus

Weitere Stempelstellen wären jetzt doch noch etwas viel zu wandern, daher geht es lieber zurück zum Wohnwagen, die Füße werden hochgelegt und der Grill noch einmal angeworfen.

Gut erholt und gestärkt geht es danach noch einmal mit dem Auto quer durch den Harz, um eine Hängebrücke zu besuchen. Eigentlich war auch die Zipline geplant, aber an diesem langen Wochenende war diese schon Wochen im Voraus ausgebucht. Aber die Brücke wird von den Mädels überquert und ein weiterer Sonderstempel gefunden (den hatten wir gar nicht auf dem Plan).

Da gehe ich selber nicht rüber

Aber toll sieht es aus

Auf der anderen Seite angelangt

Währenddessen freunde ich mich mit den lokalen Idioten an, die Ihre tollen Auspuffanlagen im dortigen kurzen Tunnel alle ausprobieren. Ich sage ihnen recht unverblümt, dass ich mehr als böse werde, wenn die das machen, während ich mit unseren Hunden durch den Tunnel gehe. Und prompt wird angepisst aber gesittet durch den Tunnel gefahren. Die hassen mich bestimmt und haben sich noch lange über diesen Spinner ausgelassen. Als wir dann zurückfuhren haben auch alle dort die Kameras gezückt, um aufzunehmen, wie unserer amerikanischer V8 im Tunnel Vollgas gibt. Muss recht enttäuschend gewesen sein, wie ich ganz leise blubbernd mit 30km/h durchgefahren bin…

Last but not least sammeln wir noch einen letzten Stempel an der nahe gelegenen Staumauer ein, während die Dämmerung schon immer mehr zuschlägt.

Noch ein letzter Stempel

Mit Aussicht auf die Staumauer

Lesen Sie den vorherigen Eintrag:
Dreiländerstein und Besuch

Heute war es am Morgen draußen noch recht frisch, daher haben wir das Frühstück in den Wohnwagen verlegt. Und auch...

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